Kammerkaetzchen-Upgrade 2.1

Das Kostüm der Kammerkätzchen, das seit Gründung auf den kölschen Farben rot und weiß basiert, wurde zum Jubiläumsjahr der Muttergesellschaft erst einmal grundlegend verändert. Wenn man so will, haben unsere Kammerkätzchen in der altbewährten Version 2.0 über Jahrzehnte hinweg getanzt. Im 58. Jahr unseres Bestehens haben wir die Konfiguration verbessert und werden auf die Version 2.1 upgraden.

Zwar wurde das äußere Erscheinungsbild beibehalten, aber die Kleider und Blusen werden jetzt ein bisschen peppiger gestaltet, denn auch bei den Kammerkätzchen darf es schulterfrei sein. Und ein Petticoat unter dem Rock lässt die Beine der Mädchen noch mehr fliegen, wenn die Kammerdiener mit ihnen durch die Säle tanzen.

Die Kammerkätzchen erinnern seit 1954 an die Namensgeberin der „Schnüsse Tring“ - Katharina von Ossendorf - eine Tochter vom ehemaligen Gutshof „Om Wissel“, der sich um 1850 in Köln-Ossendorf befand. Das bereits 1859 von Heimatdichter und Komponisten Joseph Roesberg komponierte "Schnüsse-Tring-Lied" befasst sich ausschließlich mit dieser Dienstmagd, die bereits damals Forderungen an ihren Arbeitgeber stellte und deshalb noch heute als „erste Gewerkschafterin Kölns" bezeichnete wird.

Trotz des „hohen“ Alters sind die Kammerkätzchen und Kammerdiener jung und frisch geblieben. Sie werden auch in der kommenden Session in aktueller stimmungsvollen Musik der Kölner Bands Brings, Bläck Fööss, Paveier oder den Höhnern das Publikum zu begeistern wissen. Denn auch bei der Musik gibt es Neues: gleich zwei neue Tänze haben die Kammerkätzchen für die Session 2011/2012 einstudiert. (A.B.)